#14 Testbericht Mooncup

Dienstag, 24. August 2010

Nun zu einem Thema, das nahezu jede Frau betrifft, über das Frau aber sicherlich nicht mehr Worte als nötig verliert ;)
Ich habe mich vor 2,5 Jahren für eine etwas speziellere Art der Monatshygiene entschieden, indem ich mir den Mooncup bestellt habe. Bestellen kann man diesen in verschiedenen Shops oder auch direkt beim Hersteller. Es gibt auch ein Äquivalent namens Diva Cup - für welchen sich man letztlich entscheidet, gleicht wahrscheinlich dem Ene Mene Muh Prinzip.



Der Mooncup, auch Mondtasse genannt, ist ein circa 5 cm langer Kelch aus weichem, nicht allergischem Silikon. Im Gegensatz zu einem Tampon, der das Blut aufsaugt, fängt der Mooncup das Blut auf. Er kann mehr Blut aufnehmen als ein Tampon, kann also dementsprechend länger getragen werden.
Er ist völlig geruchsneutral und stört nicht beim tragen, weiterhin stellt es keinerlei Problem dar, mit dem Mooncup schwimmen zu gehen oder sonstigen Sport zu treiben. Natürlich ist das alles auch eine Frage des persönlichen Wohlbefindens, ob Frau das möchte oder nicht.
Da das Konzept des Mooncups zwar nicht neu (seit 1937 gibt es diesen auf dem Markt) aber doch eher ungewohnt ist, haben viele noch "Berührungsängste". Ging mir anfangs nicht anders, aber die Neugierde hat gesiegt, und der Umweltaspekt hat überzeugt.
Das Entsorgen des Blutes ist sicherlich "anders", geht mit einiger Übung aber sehr schnell. Wie man ihn am besten säubert, da findet jede Frau ihre eigene Art, auch für unterwegs. Frau ist schließlich einfallsreich ;)
Sind die Tage vorüber, kann man den Mooncup auskochen oder sogar in die Geschirrspülmaschine stecken. Danach packt man ihn ins Säckchen zurück und er wartet auf seinen nächsten Einsatz.

Den Mooncup gibt es in zwei verschiedenen Größen:
Modell A für Frauen, die vaginal entbunden haben / für Frauen über 30 Jahre.
Modell B für Frauen, die noch nicht oder per Kaiserschnitt entbunden haben sowie für Frauen unter 30 Jahre.


Anfangs hat der Kelch des Mooncups noch einen langen Stiel, den jede so kurz abschneiden kann wie sie das gerne möchte. Ich habe meinen ganz abgeschnitten, da ich für mich einen anderen Weg gefunden habe, ihn herauszunehmen.
Auch das Einsetzen kann auf verschiedene Weise geschehen, aber dies ist alles ausführlich in der Anleitung bebildert und geschildert.
Bei meiner Bestellung dabei war der Mooncup, ein kleines Säckchen zum aufbewahren sowie die Gebrauchsanweisung.
Natürlich ist er etwas teurer in der Anschaffung (um die 25 € exkl. Versand), aber wenn man es hochrechnet, hat man das Geld in ungefähr einem halben Jahr wieder "drin". Für den Mooncup selbst wird eine ungefähre "Lebenszeit" von 10 Jahren gerechnet, danach sollte man sich einen neuen kaufen, da das geschmeidige Silikon brüchig werden könnte.
Für mich zählte aber vor allem der Aspekt der Umweltschonung; wer eine recht starke Menstruation hat und ungefähr eine Packung Tampons pro Menstruation rechnen muss, zahlt nicht nur viel Geld, er hat auch recht viel Müll, Monat für Monat. Und alleine schon dieser Gedanke tat mir in der Seele weh.
Aber auch bei einer schwachen Menstruation trocknet der Mooncup im Gegensatz zu einem Tampon nicht aus, verspricht also auch an diesen Tagen hohen Tragekomfort. Auch kann die Tasse, sofern richtig eingesetzt, nicht verrutschen, da sie von der Scheidenmuskulatur gehalten wird. 

In erster Linie zählt für die Nutzung bzw. den Kaufs eines Mooncups, wie Frau zu diesem Konzept steht. Aber das muss jede für sich selbst entscheiden :)

Kommentare:

  1. Hört sich interessant an, nur sind mir 25 EUR zum Ausprobieren und evtl feststellen, dass ich nicht damit klar komme, etwas zu viel.

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  2. Ja, das stimmt wohl. So ging es einer Freundin, für sie war es dann leider doch nichts :-/

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  3. "eine Packung Tampons pro Menstruation"

    jjaauuu.... o_________O

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  4. Sassa, es gibt sogar Stoffbinden ;) Kannste Dir selbst nähen und dann eben waschen.. Kochwäsche, kA :)

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  5. *nick* Wirklich problemlos, ja. Ich fühl mich damit sogar sicherer. Ich hab schon immer aber besonders nach den Geburten, die Periode ziemlich heftig. Der Cup kann aber um einiges mehr Blut auffangen als ein Tampon aufsaugen kann. Also jetzt mal ganz direkt gesagt - übergelaufen isser noch nie, nichtmal ansatzweise *g* Man muss ihn auch weniger häufig leeren als man einen Tampon wechseln muss. Geht wirklich super :)

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  6. Ich hatte ihn nach Deiner Empfehlung probiert und das Einführen ist bei mir überhaupt kein Problem. Ich hatte jedes Mal Schmerzen danach von der Dehnung beim Rausholen. Meine Schleimhäute sind im Eingangsbereich extrem empfindlich und bluten gern mal.

    Das gleiche Problem hatte ich auch mit Soft-Tampons.

    Und meinen Tampon wechsele ich höchtens 3 Mal pro Tag. 2x tagsüber + 1 für die Nacht. Egal was die Industrie sagt, ich blute nachts nicht wie eine frisch abgestochene Sau sondern nur sehr wenig. Eigentlich reicht bereits ab der zweiten Nacht eine normale Binde und ab der vierten eine Slipeinlage. Bin ich krank und liege den ganzen Tag, reicht auch einer.

    Und es soll mir keiner etwas davon erzählen, dass es vorgeschriebene Wechselintervalle gibt. Einen halbtrockenen Tampon rauszuziehen, ist alles andere als angenehm.

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  7. Mhm. Dehnunb beim rausholen? Ich drücke meinen dabei etwas zusammen, damit sich das Vakuum löst. Hast Du das auch gemacht?
    Ja, halbtrockene Tampons sind mies!
    Aber gut, wenn Du eh so schwach menstruierst (Du Glückliche! :D), dann geht das ja.
    Bei mir war eine Packung Tampons die Regel während.. der Regel ;P

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  8. Natürlich habe ich gedrückt, sonst kriegst Du's ja gar nicht raus *hust*. Aber schon die beiden Finger drin, fand ich sehr unangenehm. Einer ist nie ein Problem und in gewissen Situation sind auch mehr kein Problem. Aber den Cup rauszuholen erregt mich nun mal nicht ;D.

    Seit der Pille mentruiere ich nicht mehr sehr stark. Nur die ersten beiden Tage sind etwas "blutiger". In meinen ersten Regeljahren war das anders. Da hatte ich alle 4 Wochen gut für 14 Tage Blutungen und empfand es eine Rrau zu sein als regelrechte Strafe. Zumal ich die ersten zwei bis drei Tage am liebsten in gekrümmter Haltung zugebracht hätte.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur merkwürdig. Bei Regelschmerzen hilft mir nur innere Hitze wie z.B. Tee. Wärmflaschen ist wie Öl ins Feuer zu gießen.

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  9. Schade, dass immer noch so über das "Igitt" gejammert wird, wo die Becher doch sonst nur Vorteile haben. Umwelt, Geld sparen, Sicherheit, Tragekomfort. Ist wohl das Ding mit dem "Einführen". Ich freu mich, dass trotzdem immer mehr Frauen mutig sind und diese kleinen Helferlein empfehlen. :)

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