#415 {unser planet} Teil 2 - Berkely Pit - der giftigste See der Welt

Donnerstag, 7. Juni 2012

Wie vor längerer Zeit schon einmal berichtet [Teil 1: Dean's blue hole], möchte ich euch gerne ab und zu interessantes, erstaunliches, gruseliges und unglaubliches dieser Welt vorstellen, denn davon gibt es mehr als genug zu entdecken. Da das Entdecken alleine viel weniger Spaß macht als es mit anderen zu teilen, möchte ich das hier tun und immer wieder von Dingen berichten, die es auf unserer Welt gibt. Gerne könnt ihr dazu beitragen, wenn ihr interessante Orte kennt, dann erzählt mir davon. Ich lese mich gerne ein. Ich überlege hierzu auch Gastbeiträge zuzulassen. Mal was Neues! :)

Heute geht es um Berkeley Pit - den giftigsten See der Welt.


Der Berkeley Pit See in Butte (Montana, USA) ist ein hoch-toxischer See mit chemikaliengetränktem Grundwasser und einem pH-Wert von 2,5. Somit ist das Wasser stark sauer. Außerdem beinhaltet es hohe Konzentrationen von Arsen, Kupfer, Cadmium, Kobalt, Eisen, Mangan, Zink und Sulfat sowie diverse andere anorganische Bestandteile. Die Farbe des Sees schwankt zwischen rötlich und rabenschwarz. Er ist 540 m tief und stammt aus einem gefluteten Stollen einer stillgelegten Kupfermine, die 1982 geschlossen wurde. Der See ist dermaßen giftig und belastet durch Schwermetalle und Säuren; ein Glas seines Wassers (wenn es man überhaupt noch so bezeichnen darf) wäre absolut tödlich für Mensch und Tier. Man hat ein akustisches Signalsystem installiert, um Zugvögel vom See fern zu halten und ihnen so das Leben zu retten, denn 1995 sind Schneegänse auf dem See gelandet - 324 von ihnen haben die Nacht nicht überlebt. Regenwasser hat hier Säuren und Schwermetalle ausgewaschen. Darin zu baden, würde wahrscheinlich den Körper auflösen, langsam aber schmerzvoll. Es auszuprobieren ist eher nicht zu empfehlen.
Der See ist praktisch wie eine riesige Autobatterie, ätzend und unglaublich giftig. Fische leben darin keine. Allerdings wurden seltene Mikroben, Algen, Pilze und Bakterien darin gefunden, über die noch nicht wirklich viel bekannt ist. Man erhofft sich, diese könnten wirkungsvoll im Kampf gegen den Krebs eingesetzt werden.

Source 1 - Wikipedia (ger)
Source 2 (eng)
Source 3 (eng)

Kommentare:

  1. Du hast einen wunderbaren Blog :) Das ist der erste, den ich gefunden habe, der auch ein bisschen mehr zum Nachdenken anregt. Einfach super :)

    Liebe Grüße

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    1. Hallo!

      Das ist lieb, Danke! So machts natürlich umso mehr Spaß, solche Dinge auszugraben und zu posten. :)

      Liebe Grüße,
      Nina (muss shcnell offline, Gewitter!)

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  2. Ich weiß grad nicht, ob ich fasziniert oder geschockt bin. Zuerst dachte ich, vielleicht ist an den Bild ein bisschen was mit Photshop gemacht worden, weil die Farben vom Wasser so unecht aussehen. Aber dann war ich schockiert, dass es sowas wirkich gibt.
    Kann man so einen See nicht reinigen?

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    1. Der Hammer ist ja auch, der See ist mittlerweile eine Touristenattraktion, mit Souveniershop! Ich würde mich da nichtmal in die Nähe trauen. Auf einigen Bildern sieht man die giftigen Dämpfe, die vom See hochziehen. Aber es gibt ja solche Menschen, denen sowas "egal" ist..

      "Das säurehaltige Wasser, das aus dem Berkeley Pit austritt, soll abgepumpt und dauerhaft unschädlich gemacht werden. ARCO hat an den Staat Montana bereits mehrere hundert Millionen Dollar für die Rekultivierung des Clark Fork bezahlt; insgesamt werden die Verbindlichkeiten auf rund eine Milliarde geschätzt, aber das sind unsichere Angaben, denn die Giftentsorgung erfordert viel Energie, und wie viel die in vierzig Jahren kosten wird, weiß niemand."

      Aber ich glaube, da sind whansinnige Kosten mit verbunden, und wahnsinnige Aufwände. Das Loch ist ja fast 600 m tief und hochgradig verseucht.
      Wie ich gelesen habe, drückt das Grundwasser nach oben (zwar besser als wenn es versickern würde, aber irgendwann ist die Grube voll)), und zwar 30,5 cm monatlich! Seit die Grube 1982 geschlossen wurde, ist der "Wasser"stand um knapp 46 m gestiegen, das ist Wahnsinn! (Quelle: Wikipedia -> http://en.wikipedia.org/wiki/Berkeley_Pit).
      Sie rechnen damit, dass die Grube 2020 überlaufen wird, und der Mist dann natürlich ins Grundwasser gelangt. Sie haben versucht, das Grundwasser langsamer zum steigen zu bringen, aber bisher war noch nicht wirklich etwas dabei, dass a) machbar ist und b) finanzierbar..

      So sah der Grundwasserlevel 1984 aus, also 2 Jahre nachdem die Grube geschlossen wurde: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/88/Berkeley_pit1984.jpg

      Und so 2005: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/23/Butte_MT_Berkeley_Pit_April_2005_Composite_Fisheye_View.jpg

      Ich finde das schon wirklich alarmierend.. :(

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    2. Der giftigste See der Erde ist der Karatschaisee in Russland. Man stirbt in der Nähe des See s innerhalb von 60 Minuten.Abfälle aus einem Nahgelegenen Atomkraftwerk und weitere giftige Abfälle wurden dort von 1955-59 abgelassen.Intwischen ist der See teilweise einbetoniert.Inzwischen weiß man das diese Gegend der giftigste Ort der Erde ist,im Vergleich dazu ist Tschernobyl ein Freizeitpark.Da fragt man sich was in der Nachkriegszeit noch so alles mit der Umwelt geschehen ist.Beängstigend.

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Danke für Dein Feedback :)

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