#593 Weißer Pfirsich küsst Lavendel

Freitag, 6. September 2013

So, vermutlich brechen nun die (vorerst) letzten Spätsommertage an, trotzdem habe ich nochmal ein leckeres Sommerrezept für euch.
Es ist sehr einfach gemacht, aber sehr vielfältig verwendbar: ein Pfirsich-Lavendel-Sirup/Mus.

Ein paar Ideen stelle ich euch heute vor, denn eine Augenweide ist dieser Sirup (Mus) so oder so:
 Die pink-orange Farbe gefällt mir besonders gut, und wie ihr seht, kann man ihn essen oder trinken. Eigentlich ist es auch eher ein Mus als ein Sirup. Konzentriert wie ein Sirup aber von der Konsistenz her wie ein Mus.

Man kann ihn, mit Mineral- oder stillem Wasser verquirlt, Kindern wie Erwachsenen zu trinken geben:
Wer es aber lieber prickelnd mag, kann ihn mit Sekt aufgießen oder mit schön gekühltem Weißwein. Pur oder als Schorle:
Und man kann ihn wunderbar mit Joghurt oder Quark verquirlen, sicherlich auch mit Hüttenkäse oder evt. sogar als Dip verwenden (der Gedanke kam mir gerade beim Schreiben, probiert habe ich letzteres nicht. ;) ):
In jedem Fall ist die Farbe ein absolutes Highlight. Beim herstellen war davon noch keine Spur zu sehen. Den "Trick" machen - neben den Lavendelblüten - die Schalen der Pfirsiche. Übrigens: dieses Rezept ist mit weißen Pfirsichen gemacht. ;)

Und so geht es: man nehme 230 ml Wasser, koche es kurz auf und nehme es von der heißen Herdplatte. Dann gibt man 85 g Zucker dazu wie auch 1 - 1,5 TL Lavendelblüten*. Je nachdem, wie intensiv man den Geschmack haben möchte.
Das Ganze rührt man so um, bis der Zucker aufgelöst ist. Dann lässt man es 20 Minuten lang ziehen.

Nach diesen 20 Minuten nehme man weiße Pfirsiche - in meinem Fall Plattpfirsiche, auch Weinbergpfirsiche genannt. Geachtet habe ich lediglich auf das weiße Fruchtfleisch:
450 g sind es gewesen - schon entsteint. Diese habe ich grob aufgeschnitten, mit dem Zucker-Lavendelwasser übergossen sowie 1 Schuss Zitronensaft und 1 Prise Salz dazu gegeben. Umrühren, so dass alles miteinander vermengt wird und weitere 10 Min ziehen lassen. Danach 1 Minute lang fein pürieren.
Wer nun so perfekt ausgestattet ist, dass er ein Käseleinen hat, der hat gewonnen und bekommt sicherlich den feinsten Sirup raus.
Alle anderen - wie ich auch ;) - bekommen eben mehr Mus als Sirup. Das wunderbar duftet! Die Mischung aus weißem Pfirsich und Lavendel ist wirklich wahnsinnig toll. Muss man mögen (und natürlich kann man den Sirup auch gänzlich ohne Lavendel herstellen!). Zwei meiner drei Kinder mögen den Lavendelgeschmack übrigens nicht. Mit Sekt aufgegossen und in Weißweinschorle fand ich es grandios! 

*Essbar ist übrigens jede Lavendelsorte. Im Baumarkt liest man des öfteren "Nicht zum Verzehr geeignet!", was nicht auf den Lavendel an sich gemünzt ist sondern darauf, dass die Pflanzen offenbar mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden. Also wenn ihr etwas mit Lavendel kocht, achtet zum einen darauf, wo ihr ihn herbekommt (Nachbarn, Markt, Feinkostgeschäfte), zum anderen sollte es nicht unbedingt Schopflavendel sein. Der ist zwar auch essbar, aber nicht so schmackhaft).

Wäre das was für euch? Würdet ihr den Sirup mit oder ohne Lavendel herstellen?

Kommentare:

  1. Meeheheee. Irgendwas in diesem Beitrag kommt mir bekannt vor. ich komm nur nicht drauf, was-! ;-)

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