#643 Thailändische Frühlingsrollen - selbstgemacht!

Mittwoch, 22. Juli 2015

Hallo, mein Name ist Nina, und ich bin süchtig.
Und das ist jetzt wirklich langsam ernstzunehmen.

Meine Nachbarin ist Thailänderin, und nachdem ich nie genug von ihren Frühlingsrollen kriegen kann, hab ich mir nun beibringen lassen, wie sie die Teile zubereitet. Damit ich sie immer und überall essen kann, haha.


Es ist tatsächlich relativ einfach, geldlich top (umgerechnet kommt eine Zeigefingerlange Frühlingsrolle auf etwa 13 ct!) und einfach soooo lecker.

Ein Asia-Markt in der Nähe ist auf jeden Fall von Vorteil, Alternativ kann man sich die Zutaten im Internet besorgen oder vielleicht sogar selbst herstellen (ich rede hier allerdings vom Teig :) ).

Es braucht eigentlich nicht viele Zutaten. Vor allem sind es preiswerte Zutaten. Das hier sind sie:

150 g Glasnudeln
1 Packung Frühlingsrollenteig
200 g Schweinehack
1 Stange Lauch
4-5 Blätter Chinakohl
3 große Möhren
1 Ei
Salz
Pfeffer
Zucker
Schweinefleischgewürz
etwas Öl (Rapsöl oder Sonnenblumenöl)

- und von Vorteil wäre natürlich eine Fritteuse.

Ich zeige euch hier die Dinge, die ihr im Asia Markt besorgen müsst:

 

Ersteres sind Glasnudeln, die gibts mittlerweile aber auch in jedem gut sortiertem Supermarkt. Das zweite sind ist der Frühlingsrollenteig. Diese gibts in verschiedenen Größen. Meine sind 12,5 x 12,5 cm und haben 50 Teigblättchen. Zu finden sind die Packungen im Tiefkühler. Der Kostenpunkt lag bei 1,60 €, wenn ich mich recht entsinne. Absolut fair! Die Teigplatten gibt es auch in größer, dafür sind dann allerdings nur 40 Stück in der Packung. Kann man machen wie man möchte. :)

Das untere.. nun gut. Ich hab ehrlichgesagt keine Ahnung was genau es ist, aber es wurde mir von meiner Nachbarin ans Herz gelegt. Es ist eine Art Schweinefleischwürze. Vermutlich mit Glutamat, ja. Da es sich aber nur um 1-2 Teelöffel pro großer Pfanne handelt, habe ich persönlich damit keine Probleme. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Angefangen wird, indem man den Frühlingsrollenteig aus dem Tiefkühler holt und rund 1 Stunde auftauen lässt. Als nächstes werden die Glasnudeln in lauwarmes Wasser eingelegt sodass sie komplett bedeckt sind. So sollten sie auch rund 15 Minuten in Ruhe gelassen werden. Salz etc ist nicht nötig.

Derweil schneidet man die Blätter des Chinakohls in feine Streifen. Das Ganze am besten auch einmal in der Mitte durchschneiden, sodass die Streifen nicht zu lang werden.
Außerdem drei große Möhren, die man ebenfalls in feine Streifen raspelt. Meine Nachbarin hat hierzu ein tolles Teil aus Thailand, leider finde ich es online nicht sodass ich es mal zeigen könnte..
Des weiteren wird eine Stange Lauch in feine Halbringe geschnitten.
Nun sollten die 15 Minuten vorbei sein, die die Glasnudeln eingelegt waren. Man nimmt eine Schere und schneidet sie in kürzere Stückchen (so etwa "kleinfingerlang"). Das dauert eine Weile, ist aber irgendwie abgefahren entspannend. ;)
Die Glasnudeln werden in ein Sieb abgeschüttet und kräftig ausgeschüttelt. Das Wasser muss so gut wie nur möglich raus. Meist lasse ich das Sieb auch noch rund 20 Minuten stehen und schüttle es immer mal wieder.


Das Schweinehack wird mit etwas Pflanzenöl krümelig gebraten, dann kommt das Gemüse hinzu und wird rund 5 Minuten angedünstet. Als nächstes gibt man die Glasnudeln in die Pfanne, rührt alles schön durch. Hinzu kommt auch noch folgendes:

2 TL Zucker
1,5 TL Salz
1 TL Pfeffer
1,5 TL Schweinefleischgewürz


Wenn alles angedünstet und durchge"mixt" ist, könnt ihr probieren und ggf noch etwas nachwürzen. Wenn es zu würzig wirkt, keine Sorge, das gibt sich in Kombi mit dem Frühlingsrollenteig.

Das Ganze wird etwas stehen gelassen sodass es ein wenig abkühlt, da man im nächsten Schritt ständig die Finger in der Pfanne hat um sich eine Portion heraus zu holen.

Nun wird es etwas tricky. Es geht um den Frühlingsrollenteig. Der ist nämlich sehr empfindlich gegenüber Luft. Das heißt, er wird trocken und damit "unrollbar", wenn man zu lange wartet.
Deshalb war hier der Tipp meiner Nachbarin, dass man ein frisches Küchenhandtuch nimmt und beiseite legt.
Dann zieht man Teigblatt für Teigblatt auseinander, denn der Teigblock ist recht fest zusammengepresst. Der Teig an sich ist sehr gütig und lässt sich viel gefallen, er reißt nicht übermäßig schnell. Trotzdem sollte natürlich aufgepasst werden beim abziehen.
Die abgezogenen Teigblätter legt man auf das Küchenhandtuch und schlägt die andere Hälfte des Handtuches drüber, sodass der Teig nicht direkt an der frischen Luft ist. So hat man ein wenig mehr Zeit zum abziehen. Alles eine Frage der Übung - vier Hände sind natürlich besser als nur zwei. ;)
Der Grund, warum man den Teig vor dem befüllen auseinander zieht ist ganz einfach: es spart Zeit. Wenn man am rollen ist, greift man ständig in die Pfanne und hat somit "glibschige" Finger. Hier dann noch die Blätter frisch abzuziehen, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.
Zwar legt man nach dem abziehen die Blätter auch wieder aufeinander, aber sie liegen locker und lassen sich schnell und einfach greifen wenn man rollt.
Nicht vergessen: nachdem man wieder ein neues abgezogenes Blatt hingelegt hat, es wieder mit dem Handtuch abzudecken. Das abdecken ist zu keinem Zeitpunkt zu vernachlässigen! Klingt dramatisch, aber lasst ruhig mal ein Blatt an der Luft liegen, ihr werdet sehen, die werden in Nullkommanix hart und somit unrollbar. :(

Hat man also alle 50 Teigblätter auseinandergezogen und liegen sie locker aufeinander, kann man (fast) mit dem befüllen anfangen.
Es fehlen nur noch ein Brettchen oder eine ähnliche glatte Unterlage wie auch ein Ei, das man in eine kleine Schüssel schlägt. Es muss nicht verquirlt werden.

Das Teigblättchen wird vom "Teigblatthaufen" genommen (und auch hier nicht vergessen, das Handtuch jedes Mal wieder über die wartenden Blättchen zu legen!) und diagonal vor einen gelegt. Das untere Drittel wird befüllt.


Nun wird von unten nach oben eingeschlagen. Zuerst das Gemüse, das Hack und die Glasnudeln, dann werden die Seiten eingeklappt. Wenn oben noch ein kleines Dreieck übrig ist, taucht man den Zeigefinger in das Ei (am besten ins Eiweiß, aber das Eigelb funktioniert auch), und man schmiert das obere Dreieck großflächig ein - so klebt die Kante an der restlichen Frühlingsrolle nach dem einrollen schön fest und geht nicht mehr auf.

Da ihr nun vermutlich ziemlich durcheinander seid, hab ich auch noch ein Video für euch, vielleicht wirds damit klar(er), denn so verwirrend wie ich das nun erklärt habe, ist es eigentlich nicht:

video

Also im Endeffekt.. sieht es bei meiner Nachbarin so einfach aus, aber ich gebe zu, ich tu mich damit noch ein wenig schwerer. Denkt dran: sie müssen nicht perfekt aber schon relativ fest gewickelt sein, damit sie sich nicht allzusehr mit Fett vollsaugen. Und die Seiten sollten zu sein. Es braucht einiges an Übung, aber ist das nicht meist so? Wird schon. :)


So sollten sie dann optimalerweise aussehen. :D

Zum Schluss werden sie noch rund 10 Minuten frittiert, auf Küchenkrepp gelegt damit sie "abtropfen" und dann natürlich gegessen. Ich muss aber zugeben, dass ich die Dinger auch total mag wenn sie abgekühlt sind. Das ist wie mit kalter Pizza, die find ich auch grandios.

Man kann sie auch mittags vorbereiten und abends frittieren, allerdings sollte man sie dann in eine Schüssel legen, den Deckel drauf geben (aber nicht schließen!) und in den Kühlschrank stellen. Allerdings muss man rund 2 Stunden einrechnen, angefangen beim Gemüse schnibbeln bis hin zur 50sten gerollten Frühlingsrolle. Aber hier gilt auch: Übung macht den Meister.

Wer es sich traut nachzumachen (es ist nicht so schwer wie es klingt!): guten Appetit! Hinterlasst mir doch einen Kommentar, meine Nachbarin freut sich bestimmt. :D

Erfahrungs-Edit 20.01.2016: Ja, ich lebe noch. ;)
Da ich die Frühlingsrollen nun schon unzählige Male gemacht habe, möchte ich euch zum einen sagen dass ich das perfekte "Karottenstiftschneidwerkzeug" gefunden habe - also ähnlich wie das Teil das meine Nachbarin aus Thailand mitgebracht hat. Hier zu finden.
Zum anderen möchte ich euch ans Herz legen, die Frühlingsrollen so schnell wie möglich zu frittieren. 10-15 Stück fertig rollen und sofort frittieren. Nicht erst warten, bis alle 50 Stück gerollt sind. Denn die doch etwas feuchten Zutaten weichen den Teig mit einer leider recht hohen Quote auf (besonders wenn man nicht fest genug gerollt hat). Und aufgeweichter Teig = rissiger Teig = platzt beim frittieren auf. Deshalb gebt den Röllchen am besten gar nicht erst die Möglichkeit aufzuweichen, sondern frittiert sie as soon as possible. Vorteil: umso schneller könnt ihr naschen. ;D

#642 Süßes Hochzeitsgeschenk

Dienstag, 21. Juli 2015

Eine meiner liebsten Freundinnen hat am Samstag geheiratet. Ich freu mich noch immer so sehr, die zwei sind sooo ein tolles Paar! (Herzlichen Glückwunsch nochmal, ihr 2einhalb! :D).

Nun ging es drum, eine schöne Idee für ein Geldgeschenk zu finden und ich durchsuchte Pinterest. Ich stieß auf dieses Turteltäubchenglas, und es war perfekt, da auch ich Täubchen für das Brautpaar besorgt hatte. Tadaaa, mit fancy Instagramfilter:


Mit Heißklebepistole, einem Ästchen aus dem Garten und Blumendraht hatte ich die Täubchen schnell auf der Schaukel befestigt. Die Schaukel selbst habe ich oben einfach nur ins Glas eingehängt.
Den Boden haben kleine Perlenherzchen bedeckt. Und ganz wichtig: zusammengerollte Geldscheine, schön mit Bakers twine zusammengerollt und zugeknotet.


Das Glas habe ich mit einem hübschen Band verschlossen und einen kleinen Gruß drangeheftet. Wie im obigen Pinterestlink zu sehen, kann man sich hier alles mögliche einfallen lassen und den Glasdeckel mit einem hübschen Stoff bedecken oder oder.


Ich habe mich allerdings dafür entschieden, ein paar Ephemeras aus der Kiss Kiss Collection von Crate Paper zu nehmen.


Und so hier nochmal ein wenig mehr im Detail.
Reine Arbeitszeit? Mit oder ohne Glas ausspülen? ;) Rund 30 Minuten. Also auch als Last-minute-Geschenk geeignet. You're welcome.

#641 Schnelles Essen für heiße Tage {Teil 3]

Sonntag, 19. Juli 2015

Ich habe einen momentanen Lieblings"salat". Der ist herrlich erfrischend, fruchtig, süß, säuerlich, mit Tiefgang, exotisch, interessant. Und Nein, hier ist interessant nicht als kleine Schwester von Scheiße gemeint. ;D

Caprese ist euch allen doch sicherlich bekannt - Tomate-Mozzarella. Sehr lecker und aromatisch, eine tolle Vorspeise. Aber was, wenn man die Tomaten einfach mal austauscht, z.B. durch... Mango?

Geht - geht sogar richtig super!
Nachdem ich es die Tage mehrfach gemacht habe und auf meinem privaten Facebook via Instagram gezeigt habe, gab es einige neugierige aber auch skeptische Stimmen. Kann ich verstehen, ich war anfänglich auch skeptisch. Außerdem bin ich ein Gewohnheitstierchen. ;)
Nach und nach trauten sich aber immer mehr, es zu probieren, und sie waren genauso angetan wie ich auch.

Nachdem ich also meine Facebook-Freunde (zumindest die, die es auch ausprobiert haben ;) ) überzeugen konnte, isses nun auch blogtauglich, haha.

Aber schaut selbst, es ist auch wirklich was fürs Auge:


Zutatentechnisch braucht es nicht wirklich viel:

Mango (am besten aus dem Kühlschrank, weil herrlich erfrischend)
Mozzarella (je nach Geschmack normalen oder Büffel)
Basilikum (Basilikumcreme eventuell)
Balsamicoglaze (dunkel)
Himbeer-Vinaigrette
bunter Pfeffer

Das sind die "Toppings" die ich nutze und euch nur weiterempfehlen kann (Nein, nicht gesponsort, selbst gekauft ;P):

Probiert es ruhig mal aus! Nach Geschmack könnt ihr auch variieren; ich habe auch schon von Dressings aus Chili, Limette und Olivenöl gelesen oder Zitronengras und Minze - testet aus was euch schmeckt, aber traut euch beruhigt an die Kombi Mango - Mozzarella dran. Wirklich sehr sehr lecker und sommerlich. :)

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